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faecherstadt

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1

Freitag, 14. Februar 2014, 23:04

Empfehlung: BU vs. BUZ

Hallo liebe Wissensträger,

ich wurde von einem Berater der FX analysiert und er rät mir nun zu einer BU-Versicherung; diesen Schritt halte ich auch für sinnvoll.

Vorgeschlagen wurde mir eine BUZ (Altersvorsorge + BUZ).
Konkret: Alte Leipziger, Tarif FR75 (Altervorsorge/Fonds).

Ich habe schon intensivst die Suche dieses hilfreichen Forums bemüht, bin dabei auch auf folgende ähnliche Themen gestoßen (um meine Eigenintiative aufzuzeigen):
- Alte Leipziger BU
- Basisrente +BU Alte Leipziger
- Allianz Startupinvest

Jedoch stellt sich mir sehr finanzfremden Laien die Frage: Macht eine BUZ wirklich Sinn?!
Im Internet, als auch hier im Forum, werden immer beide Meinungen vertreten.
Überwiegend wird jedoch von Investments bzw. der BUZ ab- und stattdessen zu separaten Verträgen geraten.
Ich als Laie kann die Vor- und Nachteile der beiden Formen nicht wirklich nachvollziehen und stehe seit vielen Tagen immer noch auf dem Schlauch. ?(

Fakt ist, wer die AL-BUZ nicht kennt, dass dort im BU-Fall die Beiträge für die Altersvorsorge übernommen werden.
Dennoch scheint aber die Flexibilität irgendwo eingeschränkt zu sein. Und dieses Nadelöhr suche ich gedanklich noch immer.

Als normale BU-Versicherung tendiere ich aktuell auch zu der Alten Leipziger (BV10).

Könnt ihr mir bitte weiterhelfen; oder gar eine Empfehlung aussprechen?

Meine Eckdaten:
25 Jahre, männlich, Student, keine Risikosportarten, 100% Bürotätigkeit
Versicherte Rentenhöhe soll zw. 1.500 EUR und 2.000 EUR liegen (hier bin ich auch noch unschlüssig, was wirklich Sinn macht).

Für eure Mithilfe und euren Rat bin ich euch sehr zu Dank verpflichtet!!

Mit freundlichen aber leider doch sehr hilflosen Grüßen,
faecherstadt

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 601

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Samstag, 15. Februar 2014, 11:24

Hallo,

als nicht BU-Spezialist sag ich es mal ganz einfach:

Die BU-Versicherung ist so ziemlich die wichtigste überhaupt. Daher muss sichergestellt werden, dass man sie durchgehend aufrechterhalten kann. Und das ist gefährdet, wenn man sie mit der Altersversorgung koppelt, die ja den höheren Anteil am Beitrag ausmachen dürfte. Oder auch, wenn mal die Altersversorgung umgestellt werden soll.

Denn ich frage mich auch, woher man als 25-jähriger Student schon weiss, dass eine Rürup- oder Basisrente für die nächsten 40 - 45 Jahre das richtige ist.

Viel Glück

Barmer

MatthiasHelberg

Fortgeschrittener

Beiträge: 358

Wohnort: Osnabrück

Beruf: Versicherungsmakler

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3

Samstag, 15. Februar 2014, 11:57

Hallo,


richtig ist, dass man im Fall einer Berufsunfähigkeit zwei Probleme bekommt:

1) Wovon lebe ich jetzt?
2) Wer zahlt weiter in meine Altersvorsorge ein?

Es steht aber nirgends in Stein gemeißelt, dass man deshalb eine Lebens-, Renten-, Rürupversicherung mit BUZ machen muss, oder sollte.

Besser (weil flexibler) ist:

Entweder eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine Berufusnfähigkeitsrente in einer Höhe zahlt, dass davon auch noch Beiträge für die Altersvorsorge (die wie auch immer gestrickt sein kann) gezahlt werden können;
oder:
Eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung für die BU-Rente und eine Lebens-, Renten-, Sonstwasversicherung mit einem Baustein 'Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit'.

Meistens gibt es viel mehr Möglichkeiten, als man auf Anhieb wahrnimmt...

Viel Erfolg.
Herzliche Grüße aus Osnabrück

Matthias Helberg
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO (*)
Register-Nummer: D-RB10-PVLS6-39

Tel.: (0541) 335840
Blog: http://www.helberg.info/blog
BU-Infos: http://www.helberg.info

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 252

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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4

Samstag, 15. Februar 2014, 12:21

Schwierige Frage

@faecherstadt

Zunächst zwei kleine Anmerkungen vorweg:
1. Wenn Komi-Vertrag (Fondspolice+BUZ) dann auf alle Fälle mit maximal möglicher "Beitragsbefreiung im Leistungsfall" (bei der A.L. 10%) - wenn überhaupt, gibt das Modell nur so einen Sinn.
2. Wenn Kombi Vertrag, dann kleinstmögliche Summe für die unterlegte Rentenversicherung wählen

Dann folgende einfache Betrachtung:
BUV kostet X €
Kombi kostet Y €

Erste Frage:
Wieviel Rendite erbringt die Differenz, wenn nichts passiert (keine BU eintritt) zum Ablauf des Vertrages - (mit/ohne Überschüssen gerechnet), anders gefragt: mit welcher Rendite müsstest Du die Differenz anlegen, um das gleiche Endergebnis zu erzielen?
Kann man hier gut berechnen: www.zinsen-berechnen.de
Traust Du Dir zu, das langfristig und dauerhaft zu überbieten?

Zweite Frage:
Wieviel Rendite bringt der Vertrag, wenn eine BU im ersten, zweiten dritten ..... Jahr eintritt und die 10% dynamische Beitragsbefreiung greift?
Traust Du Dir zu,........

Dritte Frage:
Lass Dir von Deinem Berater erklären, welche Optionen a) bei der Kombi und b) bei der reinen BU bestehen, um auf evtl. Zahlungsengpässe zu reagieren - Stichwort Flexibilität.

Die Fragen musst Du nach Deinen Gegebenheiten und Umständen beantworten - irgendwelche Glaubensätze ( man müsste, man sollte, man darf....) helfen Dir nicht weiter.

Also: Taschenrechner rausholen, Fakten zusammentragen, rechnen, bewerten, entscheiden...
Good Luck!

@ Barmer:
Prinzipiell teile ich Deine Bedenken bzgl. Basisrente - FR75 hat aber nichts mit Basisrente zu tun - sondern spielt sich in der dritten Schicht ab, ebenso wie der BV10

Viele Grüße aus Hessen!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Wolnitza« (15. Februar 2014, 12:29)


faecherstadt

unregistriert

5

Sonntag, 16. Februar 2014, 13:59

Liebe Mitglieder des Forums,
liebe Person "Barmer", sehr geehrter Herr Helberg, sehr geehrter Herr Wolnitza,

mit Ihren Antworten haben Sie mir sehr weitergeholfen; und auch Fragestellungen aufgezeigt, an die ich sonst nicht gedacht hätte.

Ich habe mich nun für die reine SBU-Variante entschieden.
Denn in der Tat weiß ich nicht, wie Barmer aufzeigt, was uns in der langfristigen Zukunft erwarten wird. Die BU stellt eine elementare Absicherung meines Lebens dar, welche ich somit nicht an eine Altersvorsorge koppeln möchte.

Sicher ist auch die Absicherung der "Rente im Alter" bzw. die Altersvorsorge eine Angelegenheit, die Beachtung finden muss; dies jedoch unabhängig von der BU. Je nach gesellschaftspolitischem Wandel, aber auch hinsichtlich meiner persönlichen Ziele kann ich noch nicht einmal die nächsten fünf Jahre annähernd vorhersagen (Uniabschluss, Berufseinstieg, ggf. Wohnortswechsel, Auslandsaufenthalt, etc.). So betrachte ich es als sinnvoll, in der aktuellen Lebenssituation so unabhängig und flexibel wie möglich zu bleiben. Auch wenn evtl. für eine SBU geringfügig höhere Kosten als bei einer BUZ (rein auf die BU-Vertragskosten bezogen) auf mich zukommen werden. Auch traue ich mir zu, separat und langfristig für das Alter vorzusorgen. Zumindest bisher hat der Vermögensaufbau ganz gut funktioniert, auch wenn dies mehr eine Schifffahrt ins Blaue war und sicher mehr Potential bereithält.

Ich danke Ihnen sehr für Ihre hilfreichen Antworten und Denkanstöße!

Dankende Grüße von und aus der
faecherstadt

MatthiasHelberg

Fortgeschrittener

Beiträge: 358

Wohnort: Osnabrück

Beruf: Versicherungsmakler

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6

Montag, 17. Februar 2014, 14:15

Gern geschehen ;-)
Herzliche Grüße aus Osnabrück

Matthias Helberg
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO (*)
Register-Nummer: D-RB10-PVLS6-39

Tel.: (0541) 335840
Blog: http://www.helberg.info/blog
BU-Infos: http://www.helberg.info

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