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Mittwoch, 31. Januar 2018, 10:54

Existenzschutzversicherung als Alternative zur BU

Hallo,

Aus gesundheitlichen Gründen (Psyche) kann ich keine BU abschließen. Als Alternative hatte ich mir erst eine Unfall-, Erwerbs-und jetzt die Existenzschutzversicherung überlegt.
Bei der HUK habe ich, wie ich finde, ein gutes Angebot gefunden. Was haltet ihr davon diese Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit abzuschließen? Meiner Meinung nach, sind die Leistungen besser, als die einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung und decken mehr ab, als eine Unfallversicherung.

Ich bin dankbar für jede Meinung dazu.

Viele Grüße,
Jan

Fairsichert

Fortgeschrittener

Beiträge: 255

Wohnort: Bremen

Beruf: Versicherungsmakler

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Donnerstag, 1. Februar 2018, 10:43

Hallo!


Haben Sie denn schon probiert, eine BU- oder EU-Versicherung abzuschließen?

Falls dies, bestenfalls durch mehrere Risikovorabanfragen bei div. Anbietern, nicht geklappt hat, können
Sie eine solche Versicherung ja durchaus in Betracht ziehen.

Sie schreiben, sie haben ein "gutes" Angebot gefunden. Woran haben sie das festgemacht?


Auch bei den sog. Grundfähigkeitsversicherungen gibt es durchaus zu beachtende Unterschiede im Bedingungswerk,
des weiteren erfolgt bei den Anbietern (auch bei Ihrem favorisierten) natürlich auch eine Gesundheitsprüfung, die
auch die Frage nach psychosomatischen Beschwerden beinhaltet. "Ihr" Anbieter fragt im übrigen sogar explizit
nach der Einnahme von Medikamenten, die Krankheitsbilder und Beschwerden der Psyche betreffen.
Somit kann es dann durchaus schnell zu einer Ablehnung des gestellten Antrages kommen.

Die Definition der einzelnen Grundfähigkeiten ist in den verschiedenen Bedingungswerken oftmals unterschiedlich
definiert.


Die beispielhafte Gebrauchsfähigkeit einer Hand wird beim einen Anbieter dahingehend definiert, ob Sie
eine geöffnete Flasche mit Schraubverschluss schließen und wieder öffnen können oder eine 5mm-Schraube
mit dem Schraubendreher in ein gedübeltes Loch schrauben und lösen können.


Der andere Anbieter definiert wie folgt:
Der Versicherte ist mit der rechten oder mit der linken Hand nicht mehr in
der Lage, eine handelsübliche Glühbirne oder LED Birne in den dazugehörigen Schraubsockel (E27-Sockel)
einer Tischlampe zu stecken und so weit hineinzudrehen, dass die Birne leuchtet und anschließend wieder vollständig herauszudrehen.

Im Falle eines Falles: Welche Definition wäre Ihnen denn lieber, um Versicherungsschutz zu erhalten?
Sorry für die etwas brutale Herangehensweise, aber im Leistungsfall geht es nun mal (nur) darum....



Auch bei (bei "ihrem" Anbieter als Zusatz versicherbar) schweren Krankheiten unterscheiden sich die Bedingungen
teils erheblich:

Leistet der Versicherer z.B. bei Multipler Sklerose erst nach Bestehen der Krankheit von mindestens 6 Monaten

oder gibt es Anbieter (beispielhaft in einer Dread-Disease-Versicherung), die auch davor leisten ?

Im übrigen sind die lediglich 6 versicherten Krankheitsbilder in meinen Augen Mumpitz, da gibt es mit Sicherheit besseres.

Ihre Frage lautete, ob sie diese Versicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit als Alternative zur BU-Versicherung nehmen sollen.

Meine Frage lautet: Wann sind Sie in Ihrem Beruf berufsunfähig? Hier sollten Sie die grundsätzlichen Begrifflichkeiten nicht

durcheinander bringen.


Lassen Sie sich, bestenfalls durch einen unabhängigen Vermittler, in genau Ihrer Situation beraten.
Diskutieren Sie Möglichkeiten von verschiedenen Versicherungsarten, evtl. auch in Kombination.

Prüfen Sie als erstes, sofern nicht bereits geschehen, die Möglichkeit, eine "echte" BU-Versicherung zu bekommen.
Danach können (kombinierte) Versicherungen wie EU, Dread-Disease, Grundfähigkeit und Unfall in Betracht gezogen werden.

Anstatt in Eigenregie Anträge zu stellen, sollten sie das nach eingehender Beratung einem versierten Vermittler
überlassen. Risikovorabanfragen sind hier das Stichwort, aber eben erst nach Feststellung Ihrer Wünsche, Ihres
Bedarfs und der aufgrund einer Vorerkrankung bestehenden Möglichkeiten.


Viel Erfolg!

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