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Freitag, 24. November 2017, 20:43

alte BUZ kündigen - sinnvoll? (Steuernachteile)

Guten Tag, ich möchte meine BUZ kündigen, da ich eine andere abgeschlossen habe und nicht 2 gleichzeitig haben darf. Jetzt schreibt mir mein alter Versicherer, ob ich die BUZ nicht beitragsfrei stellen möchte, da ich die BUZ vor 2005 schon über 12 Monate laufen hatte(seit 2003) und somit steuerlich begünstigt ist. Das heisst, deren einmalige Erlebensfallleistungen werden grundsätzlich einkommenssteuerfrei ausgezahlt. Die BUZ wurde nur über einen geringen Beitrag geführt - 50€.

Bedingung der neuen BU(bereits abegschlossen) ist es, die alte(BUZ) zu kündigen. Doch evlt. lassen sie sich ja auch eine Beitragsfreistellung auch ein, denn dann würde die BU ja nicht greifen.

Ist das bei den geringen Beträgen eher Quatsch, was mir meine alte BUZ rät, oder ist da etwas dran?

Barmer

Versicherungsberater

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2

Freitag, 24. November 2017, 22:07

Hallo,

offenbar handelt es sich um eine Kapitalversicherung mit BUZ. Die Argumentation des Versicherers ist richtig, eine solch alte LV sollte man weiter bedienen, keinesfalls kündigen. (Insofern überraschend, weil Versicherer bestrebt sind, sich von diesen alten Verträgen zu trennen.)

Es sollte möglich sein, die BUZ zu beenden oder beitragsfrei zu stellen und die Kapitalversicherung weiterzuführen.

Wir wissen natürlich nicht, was mit dem neuen Versicherer genau vereinbart wurde.

Viel Glück

Barmer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Barmer« (24. November 2017, 22:12) aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler


3

Freitag, 24. November 2017, 23:08

Einen Herzlichen Dank! Weiter bedienen ist ja nicht möglich, da ich nicht 2x BU abgesichert sein darf. Aber still legen könnte ich einmal nachfragen bei meiner neuen Versicherung. Es sind ja keine hohen Beträge. Die würde ja dann nur noch lieben bleiben - macht das denn so viel aus mit dem Steuervorteil? 4500€ würde ich jetzt ausbezahlt bekommen. Ich kann den Steuervorteil nicht nachvollziehen? Ist dieser so wertvoll bei Altverträgen?

4

Samstag, 25. November 2017, 08:33

Hallo,

warum darf man nicht 2 BUs bedienen und warum haben Sie eine neue BU abgeschlossen, wenn eine alte besteht?

Ich habe den Eindruck, Sie haben etwas falsch verstanden oder wurden falsch beraten.

Grüße
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
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5

Samstag, 25. November 2017, 11:13

Keine 2 BU´s, weil das der neue Versicherer vorgibt.
Die alte BU ging nicht mehr so lange. Und ich muss ja noch ein paar Jährchen arbeiten. Von daher brauchte ich eine neue. Jetzt ist die Frage, wieviel der Steuervorteil ungefähr wiegt. Gibt es da Zahlen, wieviel % pro Jahr Steuervorteil ich habe. Das muss man doch irgendwie berechnen können.

Fairsichert

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6

Samstag, 25. November 2017, 11:36

Hallo!

Steuervorteil bedeutet, dass die Auszahlung zum Ablauf steuerfrei ist.

Wenn Ihre bisherige Versicherung lt. Ihrer Aussage nicht mehr so eine lange Restlaufzeit hat, könnten Sie das Problem haben, die BUZ nicht separat, sondern
nur in Verbindung mit der Hauptversicherung kündigen zu können.

VG

7

Samstag, 25. November 2017, 12:13

Guten Morgen, ich verstehe den Zusammenhang zwischen der Laufzeit und der seperaten Kündigungsmögichkeit? Kündigen kann ich die alte BU eh nicht von der alten Zusatzversicherung. Das ist ein Vertrag über eine BUZ - wo ja beides miteinander verwoben ist. Ich könnte aber die BUZ beitragsfrei stellen. Dann hätte ich ja keinen BU-Schutz mehr.

Wenn ich jetzt den Betrag auszahlen lasse der Zusatzversicherung, dann zahle ich also auch keine Einkommenssteuer? Der Betrag würde 1:1 auf mein Konto überwiesen? Ich hätte also den Vorteil, dass das Geld weiter angelegt werden würde von der Versicherung bis zum Ablaufdatum des Vertrages & ich somit länger von Steuerfreiheit des Kapitals profitiere, als wenn ich das Geld jetzt auszahle und selbst anlege.

Ablauf der Beitragszahlung steht dort: 2034 & "bei Berufs- oder
Dienstunfähigkeit vor dem 01.12.2034 erhalte ich den BU-Betrag". Dann
bin ich allerdings noch viel Jahre von meiner Rente entfernt. Daher ja
auch der neue Abschluss einer BU.

Nehme ich mal den guten Fall an: Bei 4500€ und 6% Rendite (DAX) sind das 270€ pro Jahr. 2034-2017=17 Jahre. 17 * 270€ = 4590€. 4500€-35% Abgeltungssteuer = 2983€. 4590€-2983= 1606€ Unterschied. Wobei ich ja Zinseszinseffekt außer acht lasse(weil ich das nicht rechnen kann). Aber die Versicherung streicht sich ja auch Bearbeitungsgebühren ein. Und 6% sind ja auch schon hoch gegriffen. Rente würde ich (80€) monatlich nicht bekommen(ja steuerfrei), da dass bei Beitragsfreistellung nur als Kapitalabfindung gezahlt wird zu Rentenbeginn. Dort hat man dann also nicht die Wahl ob monatlich oder als Einmalbetrag, wenn man weiterhin die Beiträge einzahlen würde.

Also ist doch schon ein Stück Geld, was mir dann abhanden kommen würde.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Passtpal« (25. November 2017, 12:27)


Barmer

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8

Samstag, 25. November 2017, 23:03

Hallo, irgendwie schreiben wir aneinander vorbei. Was meinen Sie mit Zusatzversicherung ? Für mich und die Kollegen ist die BUZ eine Zusatzversicherung zu einer Kapitalversicherung. Und der Steuervorteil bezieht sich auf die Auszahlung der Kapitalversicherung. Die Auszahlung bei Beendigung der BUZ alleine (wenn das geht) kann nur gering sein.

Auch wenn Sie keine zwei BU-Versicherungen haben dürfen, sollten Sie die Kapitalversicherung behalten.

Also erstmal die Begriffe klären !

Viel Glück

Barmer

9

Sonntag, 26. November 2017, 21:52

Ja, die BUZ teilt sich so auf:
1. BU = Berufsunfähigkeitsversicherung
2. Z = Zusatzversicherung = Kapitalversicherung
Also gar nicht aneinander vorbei geredet.

Die BUZ ist aber ein Vertrag - welche beide beinhaltet. Das ist ja gängig so. Wenn ich jetzt die BU kündigen muss, dann würde ich die gesamte BUZ kündigen müssen. Aber ich frage mal bei der Versicherung an, ob ich die BU stilllegen darf. Dann würde die Z innerhalb der BUZ auch stillgelegt(da ich ja keine Beiträge in die BUZ mehr zahle), aber ich würde weiterhin von den Steuervorteilen profitieren. Das Geld was dort bereits liegt wird ja weiterhin von der Verischerungsgesellschaft angelegt & wächst wohlmöglich. Und bei Auszahlung (wenn ich in Rente gehe) habe ich dann keine Einkommensteuer darauf zu zahlen.

Dankesehr!

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

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10

Montag, 27. November 2017, 12:40

Ja, die BUZ teilt sich so auf:
1. BU = Berufsunfähigkeitsversicherung
2. Z = Zusatzversicherung = Kapitalversicherung
Also gar nicht aneinander vorbei geredet.


Wer hat Ihnen denn das so erzählt?
Doch stramm aneienander vorbei geredet - es ist gerade umgekehrt:

Die Kapital-LV (oder was auch immer, Risiko-Lv, Fondspolice etc.) ist immer die Hauptversichrung
Die daran angehängte BU Versicherung heisst BUZ, weil sie eine Zusatzversicherung zur Hauptversicherung ist (im Gegegnsatz zu einer selbstsrändigen BU Versicherung)

Alle Klarheiten beseitigt?

Evtl. sollten Sie einfach mal Gesellschaft und Tarife benennen, macht das "Heitere Tarife raten" ein wenig angenehmer.. :)
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

11

Montag, 27. November 2017, 17:29

Dankeschön. Ergo Rentenversicherung nach PRP(99). Tarif: RPRM & BUZ 800. Dann habe ich das so falsch interpretiert mit dem Z. Es ist also genau andersherum. Im Ergebnis aber identisch. Ich kann evlt. den BU-Teil lahm legen lassen dauerhaft - was ja im Endeffekt das gleiche wie eine Kündigung ist, weil ich dann nicht mehr BU versichert bin. Der Teil der Kapitalversicherung würde so erhalten bleiben können(ohne Einzahlungen, weil dsa ja an die BU gekoppelt ist). Aber ich erhalte dann ja trotzdem noch den Steuervorteil.

Barmer

Versicherungsberater

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12

Montag, 27. November 2017, 20:04

Nach wie vor glaube ich, dass man die BUZ kündigen kann und die Rentenversicherung weiterführen. Alles andere wäre unüblich und überraschend, wenn auch nicht unmöglich.

Viel Glück

Barmer

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