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Dienstag, 26. September 2017, 20:44

Kriege ich noch eine BU versicherung oder sind es Vorerkrankungen ? 24 Jahre alt

Hallo, ich habe mich vor 6 Monaten ca.4 Wochen lang krank geschrieben, musste jedoch jede Woche verlängern. Ich wollt mich wegen Mobbing krankschreiben lassen und nicht mehr zu meinen alten Arbeitsplatz. Und wegen der Kündigungsfrist Habe ich mich halt krankgeschrieben.

Also auf meiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung steht halt
AU begründete Diagnose und dann halt
Mobbing & Anpassungstörung


Nun habe ich einen ganz anderen Job.


Habe ich noch die Chance eine BU zu kriegen oder sind das psychische Vorerkrankungen ? Die IRC Codes sind f43.2 G und z60G

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Lockediesocke« (26. September 2017, 21:09) aus folgendem Grund: Irc Code angegeben


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Mittwoch, 27. September 2017, 09:40

Guten Morgen,

stellen Sie sich einfach mal selber die Frage: es kommt einer zu Ihnen der war vor kurzem aufgrund psychischer Probleme längere Zeit krankgeschrieben. Nun, sehr kurze Zeit später möchte die Person eine BU-Absicherung, welche dieses Risiko mit absichert. Was würden Sie denn sagen?

Wenn Sie die Frage hier stellen ist Ihnen selbst klar, dass es hier zu Komplikationen kommen kann - und wird. Die Diagnose steht- fertig. Daran kann nichts geändert werden. Sie haben sich ja auch damals bewusst für den Schritt entschieden um so nicht mehr zu Ihrem alten Arbeitsplatz zu müssen. Dies mit der BU ist nur eine Konsequenz die sich daraus ergibt.

Selbstverständlich kann dennoch - wenn der Gesundheitszustand dies zulässt - eine BU abgeschlossen werden. Nur für den Bereich psychische Erkrankungen sehe ich schwarz - kohlrabenschwarz.
Bedenken Sie auch, dass eine BU viel mehr als nur die Psyche abdeckt. Sicherlich ist die BU das einzig (vernünftige) Produkt welches diesen Bereich absichert, jedoch geht der Schutz einer BU viel weiter.

Ich sehe auf die Schnelle zwei Möglichkeiten: warten bis der Abfragezeitraum für dieses Risiko vorüber ist und dann einen Antrag stellen. Dann leben Sie fünf bis zehn Jahre ohne eine BU und tragen auch das alleinige Risiko. Oder Sie gehen das Thema BU an und leben mit dem Ausschluss der Psyche und befassen sich in fünf bis zehn Jahren erneut mit dem Thema und wechseln dann (wenn Gesundheitszustand / Alter / Prämie es zulassen) zu einem Tarif, bei welchem Sie ohne Ausschlüsse versichert werden. So sichern Sie Ihren Gesundheitszustand und sind gegen die restlichen Gefahren abgedeckt. Aufgrund des Alters sollten Prämie, reeller Gesundheitszustand hoffentlich nicht das große Problem sein.

Der Königsweg ist durch das fahrlässige krankschreiben lassen verbaut - nun gilt es nach sinnvollen Alternativen zu schauen. Und damit dies auch klappt und nicht in die Hose geht, sollte hierfür fachmännischer Rat eingeholt werde - Sprich: wenden Sie sich an einen Vermittler Ihres Vertrauens! Der hat dann auch die Abläufe, Fristen usw. im Auge so kann aus dem Problem eine zufriedenstellende Lösung werden.

Viel Erfolg dabei



Mit besten Grüßen
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

3

Mittwoch, 27. September 2017, 15:30

Danke für die detailreiche Antwort.
Also habe ich mit der BU keine Chance mehr auf Absicherung der
PsYchischen Erkrankungen ? Die IRC Nummer meiner Anpassungstörung bedeutet laut meiner Recherche

"KURZE depressive Reaktion. (Vorübergehender leichter depressiver Zustand, der NICHT LÄNGER als einen Monat dauert.)"


Ok in Wikipedia kann jeder schreiben und die IRC Nummer ist F43.20 meine ist F43.2G oder ist es
Nicht das selbe ? bzw ist die Lage immer noch kohlrabenschwarz ? Wenn mir hier schon so detailreich sagt das es nichts wird muss ich wohl die 5 Jahre irgendwie vollbringen aber wollte davor halt Klarheit ..

4

Mittwoch, 27. September 2017, 17:13

Nichts ist unmöglich, aber auf Wunder würde ich hier nicht hoffen.

Wenn mir hier schon so detailreich sagt das es nichts wird muss ich wohl die 5 Jahre irgendwie vollbringen aber wollte davor halt Klarheit .

Klarheit wird man hier im Forum aber nicht erhalten. Klarheit erhält man durch die individuelle Risikoprüfung des jeweiligen Versicherers + ggf. Nachverhandlungen.

Hier kann der Vorgang nur allgemein behandelt bzw. bewertet werden - aber "heller" wird es hier aus meiner Sicht nicht.

Suchen Sie sich einen Vermittler, dieser macht mit Ihnen bei Bedarf auch gern die Risikovoranfragen, eventuell auch in einer angemessener Zeitspanne ab der letzten Behandlung. Aber ganz auf die BU verzichten empfinde ich nur als die zweit oder dritt beste Lösung.


Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

5

Mittwoch, 27. September 2017, 23:36

Danke, das hier ist auch nur damit mir mehr Meinungen durch den Kopf gehen:-)
Ich habe jetzt erstmal online einige Fragen beantwortet,
Aber die haben es ja ganz schön Insich, ob ich therapiert worden bin, Medikamente oder Drogen zu mir nehme selbstmord versuche hatte.
Also ich war wie gesagt nur krank geschrieben und nicht depressiv bzw selbszmordversuche.
Ich bin ja auch nicht mehr "krank" ich habe mein Arbeitsplatz gewechselt und arbeite nun als was ganz anderes als ich gelernt habe und habe schon einen fest Vertrag, mir hat es gereicht den Beruf zu wechseln und die Menschen.
Irgendwie bin ich da zu optimistisch oder? Denke eher den Versicherern ist das piep egal..?

6

Donnerstag, 28. September 2017, 09:41

Natürlich haben es die Fragen in sich. Hier geht es auch um sehr viel Geld - für beide Seiten. Ganz einfache Rechnung: Sie schließen eine monatliche BU-Rente i. H. v. 1.500 € ab .Und dies bis zu Ihrem 64. Lebensjahr. Dies sind also vierzig Jahre. Wenn - aus welchen Gründen auch immer - nun die Berufsunfähigkeit gemäß zugrundeliegenden Bedingungen zugesprochen wird, leistet der Versicherer jeden Monat diese 1.500 €. Dies macht als max. Risiko ca. 720.000 €. Da darf der Versicherer doch durchaus mal genauer nachfragen.

Und wer garantiert dass das selbe "Problem" beim neuen Arbeitgeber oder bei einem zukünftigen Arbeitgeber nicht wieder auftritt? Sie selbst erachten das Thema Psyche als äußerst wichtig (was auch richtig ist), verlangen aber vom Versicherer dass dieser bestehende Diagnosen in diesem Bereich nicht entsprechend wertet?

Da Sie ja dabei sind das Thema nun anzugehen, Viel Glück dabei.



Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

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