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Donnerstag, 17. August 2017, 20:14

Rückkaufwert bei Kündigung Generali Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Hallo zusammen,

ich stehe momentan vor folgendem Problem. Vor einigen Jahren wurde ich von einer Versicherungsvertreterin und unter Druck meiner Eltern leider dazu genötigt, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung Klassik bei Generali abzuschließen. Damals wurde mir gesagt, dass ich im Kündigungsfall einen hohen Anteil der Gelder als Rückkaufwert zurück bekomme, und gab daher dann leider nach.
Da ich es für fast ausgeschlossen halte, dass ich von der Versicherung profitieren werde, würde ich gern kündigen. Die Bedingungen für eine Auszahlung sind dann doch sehr restriktiv. Eine richtige Berufsunfähigkeitsversicherung kommt für mich leider aufgrund von Depressionen nicht in Frage.

Jetzt habe ich bei Generali angefragt, was bei einer Kündigung passiert, und der Rückkaufwert war nur ca. 1/4 des von mir eingezahlten Geldes. Die Frage die sich mir dabei stellt, ist ob sich dieses Verhältnis in Zukunft verbessern wird? Wenn ich die Versicherung weiter behalte, bekomme ich dann evtl. später einen besseren Anteil zurück, oder sollte ich lieber gleich kündigen, weil ich sonst nur noch mehr Geld verlieren werde?

Es wäre wirklich toll, falls mir in dieser Angelegenheit jemand helfe könnte. Ich habe nun mehrfach versucht, dieses Thema mit der Versicherung selbst anzusprechen, aber meine Anfragen werden nur abgeblockt, oder durch völlig irrelevante Copy-Paste Texte beantwortet.

Vielen Dank schonmal!

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 098

Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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2

Donnerstag, 17. August 2017, 22:06

Zitat

Da ich es für fast ausgeschlossen halte, dass ich von der Versicherung
profitieren werde, würde ich gern kündigen. Eine richtige
Berufsunfähigkeitsversicherung kommt für mich leider aufgrund von
Depressionen nicht in Frage.
Ich hoffe, Sie erkennen den Widerspruch selber.
Lassen Sie die Versicherung um Himmels Willen laufen.

In Ihren Unterlagen befinden sich die Verbraucherunterlagen und Versicherungsbedingungen.
Dort ist eine Tabelle enthalten, die den Verlauf des Rückkaufwerts angibt.
Wie bei BU- und EU-Versicherungen üblich, steigt der Rückkaufwert in den ersten Jahren an, erreicht dann irgendwann den Höchststand um dann wieder stark zu fallen. Nach x Jahren gibt es keinen Rückkaufwert mehr.
Sie bekommen zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise den Gegenwert Ihrer Einzahlungen zurück.
Warum auch? Sie sind schließlich versichert und irgendwer muss das Risiko ja bezahlen.
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

3

Donnerstag, 17. August 2017, 23:00

Ich hoffe, Sie erkennen den Widerspruch selber.
Lassen Sie die Versicherung um Himmels Willen laufen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Den Widerspruch erkenne ich in so fern, dass bei meiner Vorgeschichte eine BU sinnvoll wäre, die ich ja nicht mehr bekommen kann.
Da meine aktuelle Versicherung ja aber nur greift, falls ich noch nicht einmal einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen kann, wird sie bei Depressionen wohl nur in absoluten Ausnahmefällen gelten, vor allem weil Folgeunfälle durch geistige Erkrankungen explizit ausgeschlossen sind. Außerdem werde ich durch Elternzeit erst in 1-2 Jahren überhaupt wieder arbeiten können. Da scheinen mir andere Maßnahmen angemessener.

Eine Tabelle über den Rückkaufwert existiert leider nicht in meinen Unterlagen, sondern nur sehr wage Formulierungen dazu. Dank Ihrer Hilfe scheint es mit aber, als ob ich meine Verluste einfach abschreiben sollte. Vielen Dank nochmal!

MatthiasHelberg

Fortgeschrittener

Beiträge: 358

Wohnort: Osnabrück

Beruf: Versicherungsmakler

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4

Freitag, 18. August 2017, 09:06

Hallo,

die garantierten Rückkaufswerte waren (zumindest bei uns) Bestandteil der mit der Generali Software erstellten Anträge. Vielleicht da mal reingucken?

Ansonsten sehe ich es wie Thomas Kliem: Bloß nicht einen Versicherungsschutz aufgeben, den man nicht mehr wiederbekommen kann.

Psychische Erkrankungen sind übrigens auch in der gesezlichen Erwerbsminderungsrente die häufigste Ursache. Im Jahr 2015 waren das fast 43% der neu anerkannten Renten, also rund 75.000 Betroffene. Leider sind die Renten mit durchschinttlichen 717 EUR / Monat alles andere als genug. Es bleibt einem also gar nichts anderes übrig, als sich selbst abzusichern - es sei denn, man stellt sich offensiv auf Hartz IV und Grundsicherung ein.

Vielleicht das Vorhaben noch einmal in Ruhe überdenken?

Herzliche Grüße
Matthias Helberg
Herzliche Grüße aus Osnabrück

Matthias Helberg
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO (*)
Register-Nummer: D-RB10-PVLS6-39

Tel.: (0541) 335840
Blog: http://www.helberg.info/blog
BU-Infos: http://www.helberg.info

5

Freitag, 18. August 2017, 13:09

Psychische Erkrankungen sind übrigens auch in der gesezlichen Erwerbsminderungsrente die häufigste Ursache.
Aber auch Erwerbsminderungsrente hat eine deutliche niedrigere Anerkennungschwelle als meine Versicherung, da hier nur gefordert wird, dass man weniger als 6 Stunden Täglich arbeitsfähig ist, statt weniger als 3 in irgendeinem Beruf. Da alle so vehement sind, dass ich die Versicherung behalte, gibt es denn Statistiken zur Auszahlungsfreudigkeit von Erwerbsunfaehigkeitsversicherungen, die Sie verlinken können?
Auf meiner Suche finde ich nur möglichst generell gehaltene Selbstwerbung der Versicherer, oder aber Quellen, die eine Erwerbsunfaehigkeitsversicherungen nur als Notlösung darstellen und darauf Hinweisen, dass die Versicherer es gern auf Einzelfallklagen ankommen lassen. Mit anderen Worten, ich bekomme die Hilfe wenn überhaupt eh erst nach Jahren Rechtsstreit teilweise ausgezahlt, unter der Voraussetzung, dass ich eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Anbieter kaufe... Ohnehin gibt es Fälle, in denen gegen den eigenen Vertrag Ausfälle, die durch Vorerkrankungen entstanden sind, nicht anerkannt werden. Da man Argumentieren kann, dass ich zwischenzeitlich nie komplett gesund war, habe ich sichtliche Zweifel, ob im Ernstfall wirklich Geld fließen würde, ohne das all Rechtsmittel ausgeschöpft wurden.

Daher stellt sich mir nach wie vor die Frage, ob es sich lohnt weiterhin Sehr viel Geld dafür auszugeben, statt einmal einen gewissen Verlust hinzunehmen.

Vielen Dank nochmal für alle Antworten!

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 614

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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6

Sonntag, 20. August 2017, 00:04

Hallo,

natürlich wäre eine richtige BU-Versicherung das einzig Richtige gewesen und die EU-Versicherung nur eine Notlösung. Aber wie kann jemand auf die Idee kommen, auch diesen Minimalschutz noch wegzuwerfen, obwohl es kaum Rückkaufswert gibt ? Reine Risikoversicherungen wie BU- und EU-Versicherungen bilden eben keinen hohen Rückkaufswert, das wird wohl auch nicht wesentlich mehr werden.

Da die Leistungen restriktiver gewährt werden, sind natürlich auch die Beiträge hoffentlich deutlich geringer als sie bei einer BU-Versicherung wären.

Viel Glück

Barmer

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