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Sonntag, 25. Februar 2018, 14:00

Leitungsschaden durch Korrosion - wer zahlt?

Liebes Forum,

ich glaube dieser Beitrag gehört eher zu Wohngebäudeversicherung, dort kann ich mich aber nicht anmelden und kein Thema erstellen, daher hier ...

Folgendes war passiert: Als ich drei Wochen im Urlaub war, hat die Mutter meiner Freundin, die regelmäßig kam um die Blumen zu gießen unter der Küche einen Wasserlache entdeckt. In der ersten Woche war ihr nichts augefallen. Am zweiten Samstag als Sie kam entdecke Sie den Wasserlache, also theoretisch kann das Wasser eine Woche gelaufen sein. Sie sofort meine Bruder, der innerhalb einer Stunde den Haupthahn zugedreht hat und das Wasser so gut wie möglich aufgenommen hatte.
Wir waren uns nicht sicher wo das Wasser her kam, da der Fleck zwischen Waschmaschine und Spülmaschine war.
Ich habe nun beides ausgebaut und festgestellt dass ein minimals Loch in der Aufputzwasserleitung ist, das von Eckventil in der Wand zum Wasser der Küchenspüle läuft.
Diese Leitung hatte vor ca. 8 Jahren beim Erstbezug der Neubauwohnung die Küchenfirma gelegt.
Das Loch ist minimal, es ist auf jeden Fall durchgerostet, der Wasserstrahl der da rauskommt ist ca. 0,3mm dick, also wirklich sehr klein. Da diese Leitung absolut nicht sichtbar ist, da hinter der Küche konnte ich dies nicht früher festellen.
Das Parkett darunter ist nun komplett kaputt, die Wand war stark durchfeutet, ich konnte den Putz mit den Fingern wegkratzen. (Fläche ca 20x 30xm) Nachdem ich die Spühlmaschine und Waschmaschine hervorzug, konnte die Mauer aber binnen ca 24h Stunden wieder austrocknen. Es sind leicht Ansätze von Schimmel zu sehen.
Ich habe keine Hausratversicherung. Es ist kein Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen worden.
Ich habe keine private Haftpflichtversicherung, da sich die Bewohnerin der Wohnung unter mir nicht gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass dort weder Wasser von der Decke getropft ist, noch ihr Mobiliar beschädigt wäre.
Die Hausverwaltung hat natürlich eine Gebäudeversicherung.
Kann ich auf irgendeine Versicherungsleistung hoffen die mir das Parkett ersetzt? Dies wurde vom Bauträger fest mit dem Gebäude verklebt.
Die Frage ist, ob so eine Wasserleitung, die von den Küchenbauern (wenn ich mich recht erinnere aus Kulanz und ohne Berechnung - Eckventil war in der Ecke der Küche und die Leitung musste zum Spühlbecken gelegt werden, ca 2m.) verlegt wurde, die offensichtlich über die Jahre nun durchgerostet ist, von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt ist? Oder zählen dazu nur feste Steigeleitungen oder Leitungen die Unterputz fest im Gebäude sind?
Auch habe ich gelesen, dass teilweise unterschieden wird, ob es sich um ein "punktuelles Ereignis" handelt bei dem die Versicherung zahlen würde, oder um eine schleichende Abnutzung handelt, die ursächlich für den Schaden ist handelt.
Ich will erstmal hier eine Meinung einholen, bevor ich die Hausverwaltung frage. Der Schaden ist eigentlich nicht so groß, es muss nur eine neue Leitung verlegt werden und das Parkett ist hautsächlcih unter der Spülmaschine und unter der Waschmaschine defekt wo man es eh nicht sieht. Teilweise aber auch noch ein paar Zentimeter davor wo man es sieht. Wenn also eine Gebäudeversicherung zahlen würde, würde mich das sehr freuen.
Da ich aber weder eine Haftpflichtversicherung noch eine Hausratversicherung habe (was ich jetzt aber nacholen werde) will ich keine schlafenden Hunde wecken, nicht dass doch an Schaden in der Wohnung unter mir entstanden ist.

Kann mir jemand einen Tipp geben?

Beste Grüße aus dem Süden

Stefan

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 614

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Sonntag, 25. Februar 2018, 23:07

Hallo, wir kennen natürlich nicht die genauen Bedingungen der Gebäudeversicherung des Eigentümers. Ich würde davon ausgehen, dass die Reparatur der Leitung nicht versichert ist, da sie ja vom Mieter ohne Zutun und Kenntnis des Vermieters verlegt wurde (wenn der Mieter den Kücheneinbau beauftragt ist).

Darum geht es aber ja nicht hauptsächlich. Der Schaden am Parkett sollte trotzdem versichert sein, denn der Versicherungsfall "bestimmungswidrig austretendes Wasser" umfasst auch den Austritt aus Schläuchen, Zuleitungen o.ä. , die mit dem Leitungssystem verbunden sind. Dann wären auch evtl. Schäden des "Unter"mieters versichert.

Ich würde es auf jeden Fall melden. Spätestens beim Auszug fällt der Schaden auf und dann wird es peinlich.

Viel Glück

Barmer

3

Dienstag, 27. Februar 2018, 14:01

Hallo,

den Schaden in jedem Fall der Hausverwaltung melden, den Parkett ist Thema für die Wohngebäudeversicherung.

Gruss Christian

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